Die internationale Jugend-Circus-Begegnung
"BRIDGES FOR YOUTH - Overcoming Borders"

Ein Bremer Traditionsprojekt feiert 25 jähriges Bestehen!

Seit 1992 findet alle zwei bis drei Jahre ein internationales Jugend-Circus-Festival in Bremen statt.
Wir freuen uns sehr, dass es 2018 wieder soweit ist! Vom 27.06. bis zum 08.07. sind 85 junge Artistinnen und Artisten zu Gast in der Jugendbildungsstätte Lidice Haus auf der Werderinsel in Bremen.

Koordiniert wird das Projekt vom ServiceBureau Jugendinformation, einer Einrichtung des LidiceHauses. Es sind insgesamt acht Jugend-Circus-Schulen aus fünf verschiedenen Ländern beteiligt: die Palestinian Circus School, Cirkus in Beweging aus Belgien, die Jugend-Circus-Schule des L’Ateneu Popular 9 Barris aus Barcelona, Sirkus Magenta aus Finnland und das Bremer internationale Jugend-Circus- Netzwerk bestehend aus JOKES Die Circusschule, den Kinder- und Jugendcircusgruppen BAMBINI und Tohuwabohu sowie Zirkus Fiffix.

Zusammen stellen die Circus-Schulen 85 jugendliche Teilnehmende im Alter zwischen 12 und 27 Jahren sowie 20 Leitungspersonen. Die Mehrheit der beteiligten Jugendlichen ist über Social Circus-Aktivitäten in Kontakt mit den Circus-Schulen gekommen – der Social Circus-Ansatz beschreibt die circuspädagogische Arbeit mit Menschen, die von sozialer Exklusion bedroht oder unmittelbar betroffen sind.Im Vordergrund steht hier nicht das Erlernen von Circustechniken, sondern die soziale und persönliche Kompetenzentwicklung der Teilnehmenden, vor allem die Stärkung des Selbstwertgefühls und die Befähigung zu aktiver gesellschaftlicher Teilhabe.

Der Ansatz ist nicht nur für die Zusammensetzung der Teilnehmenden, sondern auch für die pädagogischen Zielsetzungen der Jugendbegegnung grundlegend und geht inhaltlich einher mit dem Thema „Overcoming Borders“. Dieses Motto wurde von Jugendlichen aus dem Bremer Vorbereitungsteam des Projektes selbst ernannt: „Grenzen überwinden“ umfasst in ihrem Verständnis sowohl die Auseinandersetzung mit persönlichen Grenzen und Wachstumserfahrungen durch das Verlassen der eigenen Komfortzone als auch die Herausforderung, den eigenen Platz in einer (transnationalen) Gesellschaft zu finden, die sich zwar durch eine große individuelle Chancenvielfalt, aber auch durch hohe soziale Ungleichheit auszeichnet.

Das Programm bietet den Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, über sich selbst hinauszuwachsen und neue Seiten an sich und der Welt zu entdecken: u.a. in circuspädagogischen und thematischen Workshops, selbstorganisierten Freiräumen, bei einer Exkursion zu Aktivist_innen, als Delegierte in Entscheidungsrunden, als Teil einer großen Stadtparade – und nicht zuletzt in einer großen gemeinsamen Circus-Show, die zum Abschluss der Jugendbegegnung zweimal in der Bremer Shakespeare Company öffentlich aufgeführt wird. Das Projekt soll neben der persönlichen und sozialen Kompetenzentwicklung der Teilnehmenden (sowohl Jugendliche als auch Fachkräfte) den Kapazitätsaufbau der teilnehmenden Organisationen bewirken und das öffentliche Bewusstsein für europäische/internationale Jugendbegegnungen und den Stellenwert nonformaler Bildungsarbeit stärken.