Die Zirkusschulen
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Circus in Beweging

Der „Cirkus in Beweging” ist ein offenes Haus für Circusausbildung. Die belgische Kinder- und Jugendcircusschule, die 1993 als eine der ersten Circusschulen in Flanders gegründet wurde, unterrichtet heute 950 Schüler_innen in einer großen Bandbreite an artistischen Disziplinen. In pädagogischen und artistischen Einheiten werden der Spaß am Spiel sowie die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit gefördert.Der belgische Cirkus in Beweging ist bereits seit langen Jahren als Partner in die Durchführung und Weiterentwicklung der Jugend-Circus-Begegnungen involviert. Für die Circusschule sind besonders der Social Circus Ansatz sowie das Prozessorientierte Arbeiten wichtig. Sie haben große Erfahrung in Inklusionsprojekten, in denen das Motto herrscht: „We start from all the things we have in common and not from our differences. Everyone wants to learn something, everyone wants to have fun, no matter how different we are.“

Palestinian Circus School

Die „Palestine Circus School „wurde 2006 gegründet und unterrichtet Zirkus in Birzeit und anderen Städten wie Jenin, Hebron, Ramallah und Al Fara im Flüchtlingslager. Ziel ist es, das kreative Potenzial junger Menschen in Palästina zu entfalten, sie zu motivieren, ihre Identität zu stärken und in einen konstruktiven und positiven Dialog mit ihrer Gesellschaft zu treten. Die Schule bietet einen sicheren Raum, in dem sich Menschen gleichberechtigt begegnen. Ziel ist es, die Spaltungen in der Gesellschaft zu überwinden, indem wir mit allen und überall zusammenarbeiten. Menschen in dem Trainings zusammenzubringen und mit ihren Shows durch das ganze Land zu reisen, stellt die vielfältigen Grenzen (wie politische, geographische, wirtschaftliche, religiöse, geschlechtsspezifische) der Palästinenser dar. Die Palästinensische Zirkusschule fördert die Entwicklung einer neuen Form des kulturellen Ausdrucks und einer neuen Generation von Künstlern in Palästina. Eine Kunstform, die dynamisch, experimentell und darauf ausgerichtet ist, die traditionellen Wahrnehmungen von Kunst und künstlerischer Interaktion zu hinterfragen. Die Schule ist ein offener Raum für Kreativität auf allen Ebenen, die eine starke Beteiligung aller Beteiligten fördert: Studenten, Ausbilder, Freiwillige und die Gemeinschaft insgesamt.

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by Matti Pyykkö

Sirkus Magenta

Sirkus Magenta ist ein sozialer Zirkus, der 2011 von einer Gruppe von Freunden und Cirkusliebhabern gegründet wurde, die den Zirkus als Werkzeug für den sozialen Wandel nutzen wollen. Wir sind in 6 Jahren von nur 2 Cirkusaktivitäten zu einer lebendigen und gemischten Gruppe von ca. 20 Zirkuskünstlern, Pädagogen, Ingenieuren, Clowns und Akrobaten herangewachsen, die Zirkus und Lebenskompetenzen den Artisten nahebringen. Bis zu ca. 400 Freizeitteilnehmern vom Baby bis zum Erwachsenen und ca. 200 sozialen Cirkusteilnehmern pro Woche machen bei uns im Circus mit!

Obwohl die Freizeitaktivitäten in der Menge der Menschen größer sind, ist letzteres der Grund, warum wir existieren. Wir haben die Macht des Zirkus als soziales Werkzeug erlebt. So können wir zum Beispiel sozial ängstlichen Jugendlichen beibringen, sich gegenseitig in die Augen zu sehen, jemanden, der von sozialer Ausgrenzung bedroht ist, sich selbst und anderen wieder zu vertrauen und Flüchtlinge und ältere Finnen dazu zu bringen, Hand in Hand zu arbeiten und sich auch ohne eine gemeinsame Sprache zu verstehen.

Eine unserer größten Errungenschaften ist eine Circus Schule in einem Flüchtlingslager in Jordanien, die wir 2013 in Zusammenarbeit mit der finnischen NGO Finn Church Aid gegründet haben. Die Circus Schule wird seit über 4 Jahren von jungen syrischen Flüchtlingen unterrichtet, die wir zu Circuslehrern ausgebildet haben. Die Schule hat Hunderten, wenn nicht Tausenden von syrischen Flüchtlingskindern und jungen Erwachsenen, die unter den schrecklichen Bedingungen des Flüchtlingslagers leben, Freude bereitet.

L´Ateneu popular 9 barris

Das ‚L’Ateneu Popular 9 Barris‘ ist ein gemeinschaftlich verwaltetes soziokulturelles Zentrum in Barcelona, das schon von Beginn an im Social Circus aktiv ist. Die Grundsätze des Zentrums sind: Demokratie/Horizontalität, Transparenz, Recht auf und Erreichbarkeit von Kultur, territoriale Nähe und Autonomie. Es gibt eine Kinder-Circus- sowie eine Jugend-Circus-Schule mit jeweils verschiedenen Klassen. Hier geht es vor allem um: die Entwicklung der artistischen Kreativität, die Verbesserung psychomotorischer Fähigkeiten, die Entwicklung zwischenmenschlicher Beziehungsfähigkeit, die eigene Meinungs- und Ausdrucksfreiheit, kreative und nicht konsumorientierte Freizeitnutzung, gemeinschaftliche Dynamiken sowie die Promotion sozialer Kohäsion.

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Circus Bambini

Der Circus Bambini wurde im Jahr 1988 als Teil der Kinder- & Jugendkulturarbeit im Stadtteilkulturzentrum Bürgerhaus Mahndorf gegründet. 1989 veranstaltete der Circus Bambini das erste Jugend-Circus-Festival in Bremen. Seit 1992 ist der Circus Bambini an der Organisation und Durchführung des Internationalen Jugend-Circus-Festivals, welches alle drei Jahre in Bremen stattfindet, beteiligt. Circus Bambini hat bereits an zahllosen Festivals im In- und Ausland teilgenommen, davon allein vier Mal in der lettischen Hauptstadt Riga. Zurzeit trainieren 45 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 33 Jahren an 2 Wochentagen im Bürgerhaus. Die gemeinsamen Erfolgserlebnisse bei Auftritten schweißen die jungen Artist_innen zu einer festen sozialen Gemeinschaft zusammen, in der alle Verantwortung füreinander übernehmen. Dieses Jahr feiert der Circus Bambini sein 30-jähriges Bestehen.

Circusschool Jokes

Die Bremer „Circusschule Jokes“ besteht aus 26 schulischen und außerschulischen Gruppen und ist schwerpunktmäßig in den Stadtteilen Neustadt, Huckelriede und Bremen-Mitte aktiv. Wöchentlich trainieren mehr als 400 Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 20 Jahren zusammen und verbin­den traditionelle Circustechniken mit Tanz, The­ater und jugendlichen Inhalten. Hier entsteht der Spaß an ungewöhnlichen und artistischen Bewegungen, denn trainiert wird in allen circensischen Bereichen wie Akrobatik, Clownerie, Jonglage, Trapez und vielem mehr. Für alle Kinder und Jugendlichen bei Jokes gibt es die Möglichkeit, sich mindestens einmal im Jahr auf der Bühne auszuprobieren. Bei Jokes wird Vielfalt und Beteiligung groß geschrieben: Die fortgeschrittenen Jugendlichen arbeiten in einer Showgruppe und entwerfen, unterstützt von ihren Trainer_innen, eigenständige Showkonzepte. Beim Festival dabei sind zum zweiten Mal auch jugendliche Flüchtlinge, die in wöchentlichen Kursen bei Jokes aktiv sind.

 

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Circus Fiffix

Der „Zirkus Fiffix“ wurde 2011 gegründet und ist Teil des Bremer Sportvereins Grambke-Oslebshausen. Aktuell trainieren circa 80 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren wöchentlich in den verschiedensten Circusdiszip­linen wie Vertikaltuch, Kugel laufen, Einrad und Slackline. Die Showgruppe des Zirkus Fiffix besteht aus circa 30 Artist_innen und hatte ihren bisher größten Auftritt auf der vereinseigenen SVGO-Adventsgala. In diesem Jahr studierte die Gruppe erstmalig eine eigene Show mit dem Namen „Yes we can“ ein. Bis zum Herbst wird die Show auf verschiedenen Veranstaltungen in und um Bremen zu sehen sein. Der Zirkus Fiffix ist auf dem Festival mit drei Teilnehmerinnen vertreten und wird dort einen Ausschnitt aus der aktuellen Show präsentieren.

Tohuwabohu

Das Circus Theater Tohuwabohu ist ein Angebot des Bürgerhaus Bremen- Vegesack seit 1988.

Was damals mit kaum 20 Jugendlichen begann, ist mittlerweile ein riesiges Projekt mit über 165 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 1,5 und 25 Jahren.  In verschiedenen Gruppen wird von montags bis freitags mit verschiedenen Alters- und Themenschwerpunkten trainiert. Die Mitglieder des Circus Theaters Tohuwabohu kommen größtenteils aus den Stadtteilen Vegesack, Aumund und Grohn, manche aber auch von weiter, z.B. aus Blumenthal, St. Magnus oder sogar aus Ritterhude und Osterholz- Scharmbeck. Im Circus Tohuwabohu trainieren Kinder und Jugendliche aus verschiedenen sozialen Schichten, es gibt ermäßigte Beiträge für einkommensschwache Familien und Familien mit vielen Kindern.

Während es bei den jüngsten Kindern um kreative Bewegungsangebote zum Kennenlernen des eigenen Körpers und der eigenen Fähigkeiten geht, werden bei den älteren Kindern diverse Kompetenzen geschult. Ziel des Zirkus ist es, in seinem „Raum für neue Circus- Theaterkunst“ die kreativen Potentiale der Kinder und Jugendlichen zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Angebotspalette Zirkus, Theater, Tanz, künstlerisches Gestalten bietet ein weites Feld für Experimente und Improvisationen, in dem motorische, sensible, psychische, soziale und kognitive Fähigkeiten gefordert und gefördert werden können. Diese Aspekte werden mit dem wohl wichtigsten Faktor „Spaß“ verknüpft.

Beim Circus Theater Tohuwabohu steht als übergeordnetes Ziel die gemeinsame Erarbeitung einer jährlich stattfindenden Weihnachtsgala. Dabei kann jedes Kind frei entscheiden, ob es aktiv auftreten möchte. Wer dies nicht möchte, für den gibt es eine verantwortungsvolle Aufgabe „Hinter dem Vorhang“, z.B. Requisiteur, Tonmeister, jemand, der den Vorhang aufhält.

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